Pressemitteilungen

MOZ 11.05.17

© MOZ/Anke Beißer 11.Mai 2017

 

Lesen begeistert ein Leben lang

Schöneiche (MOZ) Die Schöneicher Gemeindebibliothek feiert in dieser Woche ihr 70-jähriges Bestehen. Im Rahmen einer Festveranstaltung wurde am Mittwochnachmittag in der Kultourkate, die die Bücherei seit Februar 2013 beherbergt, Ilse Held (83) als langjährigste Leserin geehrt.

 

Als Vincent am Mittwochnachmittag mit seinen Klassenkameraden in die Schöneicher Gemeindebibliothek kommt, platzt es nach einer kurzen Begrüßung der Leiterin, Annett Dreher, sogleich aus ihm heraus: "Dürfen wir uns ein Buch nehmen?"

Gerade laufen die letzten Vorbereitung für die Festveranstaltung aus Anlass des 70-jährigen Bestehens der öffentlichen Bücherei. Aber das ist dem Neunjährigen egal, von Aufregung wegen seines bevorstehenden Auftritts keine Spur. Er will lieber gleich ins Regal greifen. Die Begeisterung für Bücher ist ihm ins Gesicht geschrieben. Und auch seine Klassenkameraden sind nicht zurückhaltend. Diese Begebenheit am Rande der feier-lichen Stunden steht exemplarisch für die erfolgreiche Arbeit der Schöneicher Bibliothekare. Die kontinuierliche Kooperation mit den Schulen und den Kitas wird hoch gehalten. Und sie trägt augenscheinlich Früchte.

Gute Aussichten also für eine stabile Lesergemeinde. Denn: Wer die Liebe zum Lesen in jungen Jahren schätzen gelernt hat, kann meist ein Leben lang nicht davon lassen. Diese Erfahrung wird bei der Feierstunde immer wieder mit Beispielen belegt: Da ist Brigitte Klemm-Neumann, Jahrgang 1946, die sich in einer kleinen Ansprache an ihre Kindheit erinnert. Mit fünf Jahren habe sie das Alphabet auswendig gelernt und sich dann ein Buch genommen, allerdings enttäuscht feststellen müssen, dass die Kenntnis der Buchstaben längst nicht fürs Lesen reicht. Dem Nachwuchs diesen Schritt zu erleichtern, dafür seien auch Lesepaten sehr wichtig, zu denen sie gehört. Ein Leben ohne Bücher ist für die Schöneicherin undenkbar. Deshalb hat sie den Literaturkreis ins Leben gerufen, der sich jeden dritten Donnerstag im Monat in der Kultourkate trifft, um sich über Neuerscheinungen auszutauschen.

Aufgrund ihres Alters eine noch viel längere Bindung zu Büchern hat Ilse Held. Die 83-Jährige wurde von ihrem Vater, Fritz Broszehl, den es 1956 als Rentner wegen der Nähe zu größeren Bibliothek in Berlin mit der Familie nach Schöneiche gezogen hat, zum Lesen gebracht. "In der Schöneicher Bibliothek war er allerdings nie", erinnert sich die ehemalige Lehrerin der Arkadi-Gaidar-, heute Storchenschule. Sie dagegen zählt seit dem 12. Mai 1964 zu den ganz fleißigen Nutzern und hat somit vier der insgesamt sechs Bibliotheks-Adressen kennen gelernt. Noch immer kommt sie einmal im Monat vorbei und deckt sich in den Regalen mit Lektüre ein. "Ich werde dabei immer sehr kompetent beraten, auch, wenn ich mir mal einen Autorennamen falsch notiert habe, findet Frau Dreher heraus, wen ich meine."

Das Lesen, das wird an dem Nachmittag aufs Neue deutlich, hat seine Freunde in allen Generationen, ist nicht nur etwas für Randgruppen, wie Bürgermeister Ralf Steinbrück unterstreicht. Bücher und Bibliotheken haben bis heute nichts an ihrer Berechtigung eingebüßt, sagt er, weil sie mit der Zeit gehen, sich Neuem nicht verstellen - was das Spektrum von gedruckter Lektüre bis hin zu digitalen Medien belegt.

 

© MOZ/Anke Beißer 11.Mai 2017

 

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© MOZ 05.04.2017

 

 

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© Schöneiche Konkret April 2017

 

 

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© MOZ 07.03.2017

ThomasFuchs

© Schöneiche Konkret November 2016

 

 

MOZ

© MOZ 14.10.2016

 

 

Schöneiche Konkret Juni 2016

 

 

© Schöneiche Konkret Juni 2016

 

Lesestart-Sets für Dreijährige in der Bibliothek

 

Schöneiche (MOZ) Wie man bei Dreijährigen den Appetit fürs Lesen weckt - das zeigen Lesestart-Sets, die die Schöneicher Gemeindebibliothek gratis ausgibt. Die Stoffbeutel enthalten ein altersgerechtes Kinderbuch und Broschüren, die für die Eltern gedacht sind. In ihnen erhalten die Erwachsenen Tipps zum Vorlesen, außerdem Informationen zur frühkindlichen Entwicklung, erläutert Annett Dreher, die in Schöneiche die Gemeindebibliothek in der Kultourkate leitet. Die Sets kommen von der Stiftung Lesen und werden vom Bundesbildungsministerium finanziert. In Schöneiche hat Annett Dreher einige Tagesmütter mit dem Lesestoff beschenkt, aber für Familien, die ein Set haben wollen, sind noch genügend da. Wenn Kinder dann Appetit auf mehr haben, ist die Gemeindebibliothek gewappnet: Sie hat 3500 Medien für Kinder. Die Ausleihe für sie ist kostenlos.

 

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Lust aufs Lesen wecken - darum geht es bei den kostenlosen Lesestart-Sets für Dreijährige, die Annett Dreher von der Gemeindebibliothek vorrätig hat. Auch Tipps für Eltern gehören zu dem Material.

© MOZ/Eggers 28./29. Mai

 

 

 

 

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© MOZ

 

MOZ20.01.2016

© MOZ 20.01.2016

 

MOZ29.10.15

 

© MOZ 29.10.15

 

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© MOZ 15.10.15

 

 

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© Schöneiche konkret August 2015

 

 

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© Schöneiche konkret Juli 2015

 

 

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© Schöneiche konkret Juni 2015

 

 

 

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© Schöneiche konkret Juli 2015

 

 

 

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© MOZ 7.Juli 2015

 

 

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© Schöneiche konkret Juni 2015

Leselöwen

© MOZ 29.05.15

 

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© Schöneiche konkret April 2015

 

 

 

 

 

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© Schöneiche konkret März 2015

 

 

 

MOZ 26.02.15

© MOZ 26.02.15

 

MOZ18.02.15

© Moz 18.02.2015

 

 

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© Schöneiche konkret Dezember 2014

Oase für Bücherfreunde

 

Schöneiche (MOZ) Vor eineinhalb Jahren ist die Schöneicher Gemeindebibliothek aus der Storchenschule in die neu errichtete Kultourkate gezogen. Damit wurde ein regelrechter Leseboom ausgelöst. Die heute exponierte Lage der Bücherei sieht Leiterin Annett Dreher als auslösenden Impuls.

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© MOZ 

 

Eine Leserin habe mal im Weggehen gesagt: "Sie müssten Kurtaxe zahlen, damit sie hier arbeiten dürfen." Bibliotheksleiterin Annett Dreher schmunzelt beim Erzählen der Anekdote. Aber sie kann die schmeichelhafte Anmerkung nachvollziehen. "Die Kultourkate samt Bibliothek ist ein wahres Schmuckstück geworden." Perfekt, weil modern und zweckmäßig ausgestattet. So bleiben bei den Nutzern kaum Wünsche offen. Und so ist die Zahl der Nutzer von durchschnittlich 1000 im Jahr 2013 auf 1700 gestiegen.

Dabei können sich vor allem die älteren Leser wohl noch gut an manch zurückliegende Station erinnern. Die Schöneicher Bibliothek wird seit 1947 durchgehend betrieben. Der Lehrer Walter Hofmeister hatte sie damals im Quergebäude des ehemaligen Rathauses (Brandenburgischen Straße) eingerichtet. Für die Ausleihe hatte er die Schöneicher Bevölkerung um Buchspenden gebeten und auf diese Weise 429 Titel zusammen getragen für die 28 Leser der ersten Stunde.

Seit 1951 wurde die Bücherei dann hauptamtlich betreut. Sie zog 1957 in einen Laden in der Geschwister-Scholl-Straße ein und 1960 in derselben Straße ein paar Häuser weiter. Dort wurde die sogenannten Freihand-Aufstellung eingeführt, erfolgte also die Abkehr vom Thekenbetrieb. Zudem wurde damals in der Puschkinstraße eine Zweigstelle eingerichtet. Weitere Standorte waren Gewerbehof Berliner Straße 2 und eben die Storchenschule.

"Dort mussten die Leute, um zu uns zu kommen, erst mal in der Dorfaue die Schlaglochpiste bis zur Schule überstehen", sagt Annett Dreher. Fünf Brandschutztüren und die Rücksicht auf den Schulbetrieb waren ebensolche Probleme wie die Tatsache, dass der Zugang nicht behindertengerecht war. Aber das, fasst es Annett Dreher zusammen, sei nun alles Geschichte.

Die Kultourkate bietet der Bibliothek eine Heimat an exponiertem Platz. Die Registratur der 15 200 Medien erfolgt längst ausschließlich am Computer. Zudem gehört das Schöneiche Domizil dem Verbund von Büchereien an, die im Landkreis Oder-Spree die Onleihe - also Ausleihe digitaler Medien via Internet - anbieten. "Nach Fürstenwalde sind wir die Bibliothek mit den meisten Umsätzen in der Onleihe", sagt Annett Dreher.

Die Bücherei an der Dorfaue hat eine Fläche von 200 Quadratmetern zur Verfügung. Um die Attraktivität des Bestandes zu wahren, stehen im Jahr 12 000 Euro zur Verfügung. Je nach Bedarf werden diese in Neuanschaffungen gesteckt - Bücher, Zeitschriften, Musik-CDs, Hörbücher. "Wir haben weder DVDs noch Spiele", sagt Annett Dreher. Die Konzentration liege ganz klar auf der Leseförderung. "Wir wollen auch keinen kommerziellen Filmanbietern Konkurrenz machen." Auch Kassetten fehlen in den Regalen. "Die haben wir beim Umzug komplett an den Hort gegeben."

Genau wie ihre Chefin sieht auch Mitarbeiterin Janina Graske viele Vorteile in der räumlichen Kombination von Bibliothek und Tourismusbüro. "Viele touristische Orte machen das so. Auch Urlauber leihen ja bei uns aus." Sehr wichtig sind außerdem die Veranstaltungen. Die reichen von Lesestunden mit Kindern, die durch die ehrenamtlichen Vorleser Sonja Lachmund, Helga Sydow und Edgar Völkl abgesichert werden, und Vorträgen für Literaturfreunde über spezielle Angebote für Senioren bis hin zum Literaturkreis, der sich jeden dritten Donnerstag von 16 bis 18 Uhr in der Kultourkate trifft und über Neuerwerbungen spricht.

 

K u l t O u r k a t e

Ansprechpartner

Annett Dreher

Tel.: +49(30) 64 90 110

Dorfaue 5

15566 Schöneiche bei Berlin

Tel. +49 (30) 64 90 110

www.gemeindebibliothek-schoeneiche.de

 

 

© Spree Journal 14.10.2014

 

10.10.14

© MOZ 10.10.2014

 

 

Juli 2014

© Schöneiche konkret Juli 2014

 

 

© Schöneiche konkret März 2014

 

 

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© Schöneiche konkret Januar 2014

 

Der Reiz des Neuen

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Verlässt Schöneiche: Bibliotheksleiterin Anja Bachhoffer  

Verlässt Schöneiche: Bibliotheksleiterin Anja Bachhoffer

© MOZ

 

 

 

 

Schöneiche (MOZ) Acht Jahre lang war sie Leiterin der Schöneicher Bibliothek. Jetzt nimmt Anja Bachhoffer Abschied. Sie geht nach Berlin und wird dort Personalchefin eines Internet-Unternehmens.

"Ein bisschen schade ist es schon, jetzt zu gehen", sagt die 38-Jährige. Vor einem Jahr ist die Bibliothek in die neue Kultourkate umgezogen. Seither haben sich die Arbeitsbedingungen extrem verbessert. "Und wir hatten im vergangenen Jahr rund 400 Neuanmeldungen. In den Jahren zuvor, als wir in der Storchenschule untergebracht waren, waren es durchschnittlich 150", sagt die bisherige Leiterin.

Sie habe aber einfach mal etwas Neues machen wollen. Persönliche Kontakte halfen ihr, in Berlin einen Job als Personalchefin eines Internet-Unternehmens zu finden. Die neu gegründete Firma heißt "Hello.de". Die Mitarbeiter werden vor allem in den sozialen Netzwerken aktiv sein. Bei Facebook, Twitter und Co. betreiben sie nach den Worten von Anja Bachhoffer "Kundenmanagement", das heißt, für das Unternehmen oder bestimmte Produkte wird einerseits geworben, andererseits steht man für Fragen und zur Problemlösung zur Verfügung. "Natürlich geschieht dies alles nicht anonym oder unter falschem Namen, sondern unsere Mitarbeiter geben sich als Interessenvertreter der jeweiligen Firma zu erkennen", versichert Anja Bachhoffer. 400 Mitarbeiter soll das Unternehmen nach ihren Angaben am Ende des Jahres haben.

Für die Mutter zweier Kinder beginnt damit in diesen Tagen ein völlig neuer Lebensabschnitt. Zum Bibliothekswesen war sie unter anderem deshalb gekommen, weil auch ihre Mutter Bibliothekarin war, und zwar in Anja Bachhoffers Geburtsstadt Aschersleben (Sachsen-Anhalt). Sie wuchs in dieser Stadt auf, ging zum Studieren nach Leipzig, zog nach Hessenwinkel und heiratete ihren damaligen Mann, den Schöneicher CDU-Vorsitzenden Andreas Bachhoffer, von dem sie aber später geschieden wurde. Mittlerweile lebt sie mit ihrem neuen Partner in Berlin-Mitte in der Auguststraße."In der Bibliothek in Schöneiche anzufangen, war damals natürlich praktisch, liegt der Ort doch gerade um die Ecke", sagt Anja Bachhoffer. An ihrer langjährigen Wirkungsstätte, erzählt sie, habe sie "Höhen und Tiefen" erlebt. Vor 14 Jahren, als sie als Bibliotheksmitarbeiterin begann, hatte die Einrichtung noch ihren Sitz im Bürokomplex am Kleinen Spreewald-Park. "Wir mussten immer wieder für den Erhalt der Bibliothek kämpfen", erinnert sich Anja Bachhoffer. Es folgte das Provisorium in der Storchenschule, das aber über Jahre bestehen blieb. Bis dann der Umzug in die Kultourkate kam und sich mit einem Schlag alles änderte. "Man muss sich nur in Erinnerung rufen, dass wir, als ich anfing, noch jeden Vorgang mit dreifacher Ausfertigung in die Schreibmaschine tippten", erinnert Anja Bachhoffer an vergangene Tage.

Mittlerweile läuft das meiste über Computer, es gibt die elektronische Ausleihe, dazu Möglichkeiten zum Herunterladen von E-Books. Gerade für jemanden wie die bisherige Bibliotheksleiterin, die auch im Privatleben gern im Netz surft, bedeutete dies natürlich einen enormen Qualitätssprung in der täglichen Arbeit. "Dies alles mit aufzubauen, war eine sehr schöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte", sagt Anja Bachhoffer, die sich die Betreuung der Leser mit ihrer Mitarbeiterin Annett Dreher teilt. Wer der Leiterin nachfolgt, steht noch nicht fest. Die Schöneicher Gemeindevertretung will sich bei ihrer Sitzung heute Abend mit dem Thema befassen.

Sich selbst beschreibt Anja Bachhoffer als Vielleserin. Die Bücher von Jane Austen, der Autorin aus dem 19. Jahrhundert, mit ihren spannenden, sich emanzipierenden Frauenfiguren bezeichnet sie als ihre Lieblingslektüre. Sie liest aber auch gern Romane von Max Frisch und Heinrich Böll sowie Krimis nordeuropäischer Autoren. Und erinnert sich gern an die Zeit, als sie Jugendbücher zum Beispiel von Alexander Wolkow - die fünf Bände von "Der Zauberer der Smaragdenstadt" - und Günter Görlich - "Den Wolken ein Stück näher" - verschlang.

Ob sie in Zukunft noch viel zum Lesen kommt? Das weiß sie nicht. Aber in einem ist sie sich sicher: dass ihr neuer Lebensabschnitt sehr spannend wird.

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1091011 von Michael Gabel, 22.01.2013

14 Tafeln zu Schillers "Glocke"

 

Schöneiche (MOZ) Zumindest den Titel kennt fast jeder: Schillers "Lied von der Glocke". Am Sonnabend, 10.30 Uhr, wird in der Schöneicher Kultourkate eine Ausstellung zu diesem Werk eröffnet. Bibliotheksleiterin Anja Bachhoffer hat die 14 Tafeln, die verschiedene Perspektiven auf das Gedicht zeigen, schon in Empfang genommen. Beim Aufhängen kommt erstmals das neue, von der Flora Immobilien GmbH gesponserte Galerie-Hängesystem zum Einsatz.

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Hintergründe zu Schillers  

Hintergründe zu Schillers "Glocke": Die Schöneicher Bibliotheksleiterin Anja Bachhoffer zeigt eine der Tafeln, die in der Kultourkate aufgehängt werden. Dabei kommt erstmals das neue, von einer Privatfirma gesponserte Galerie-Hängesystem zum Einsatz.

© MOZ

 

Inhaltlich setzt sich die Ausstellung - eine Präsentation der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz - mit der Entstehungsgeschichte des Gedichtes auseinander. Angereichert wird dies mit biografischen Details zu Friedrich Schiller.

Der Reinerlös aus dem Verkauf von Reprints aus dem Jahr 1804 kommt der Aktion "Glocken für Rüdersdorf" zugute. Schöneiche ist Teil der Rüdersdorfer Kirchengemeinde, die mit dieser Ausstellung Spenden für die Sanierung des Glockengeläutes sammelt. Bürgermeister Heinrich Jüttner wird die Ausstellung eröffnen.

 

Schöneicher Kultourkate eröffnet am 15. Februar

 

Schöneiche  Immer wieder musste der Termin verschoben werden. Jetzt steht fest: Am Sonnabend, 15. Februar, 17  Uhr, wird die Schöneicher Kultourkate eröffnet. Derzeit befinden sich die Mitarbeiter im Umzugsstress. Doch die MOZ durfte schon mal einen Blick durchs Schlüsselloch werfen.

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  Freut sich über die gelungene Architektur des Hauses: Carola Grunwitz, Leiterin der Kultourkate © MOZ

 

Eigentlich gibt es in dem neuen Kultur- und Informationszentrum, in dem auch das Gemeindearchiv untergebracht ist, ja einen Fahrstuhl. Aber den benutzt dort zurzeit kaum jemand. Dauert zu lange. Denn in der Kultourkate ist jeder in Eile. In den kommenden Tagen werden immerhin mehr als 400 Kisten ausgepackt.

Anja Bachhoffer zum Beispiel, die Bibliotheksleiterin, muss sich mächtig ranhalten. Mit ihrer Kollegin Annett Dreher und rund 16 000 Büchern, CDs, Zeitschriften etc. ist sie vom bisherigen Standort in der Storchenschule hierher gezogen. Die Kartons stehen fein säuberlich aufgereiht an der Wand. Jetzt muss "nur" noch ausgepackt und eingeräumt werden. Immerhin: Die meisten Regale sind schon aufgebaut. Und wenn ein Regal erst einmal mit Büchern vollgestellt ist, sieht es auch gleich richtig nach Bibliothek aus. Doch es ist ein mühsamer Weg, bis alles an seinem Platz ist. Und damit die Arbeit noch ein wenig schneller geht, packt Anja Bachhoffer beim Möbelschleppen auch mal selbst mit an.

"Wir bekommen täglich Anrufe. Die Leute sind neugierig und fragen uns, wann es endlich so weit ist und sie uns besuchen dürfen", erzählt die Bibliotheksleiterin. Da die Bücherei in den Umzugswochen geschlossen ist, muss Anja Bachhoffer die Anrufer dann immer auf Mitte Februar vertrösten.

Für Carola Grunwitz ist die Situation im Moment sogar noch etwas komplizierter. Denn auch mitten im Umzug des Kultur- und Tourismusbüros vom Helga-Hahnemann-Haus in die Dorfaue geht die Arbeit für sie und ihre Mitarbeiterin Regina Flikschuh - fast - ganz normal weiter. "Es ist ein Spagat. Wir packen hier Kisten aus und müssen uns aber auch in diesen Tagen zum Beispiel um die Vorbereitung von Musik- und Heimatfest kümmern", sagt die Leiterin der Kultourkate.

Doch merkt man ihr den Stress nicht an. "Weil die Freude überwiegt", sagt die Frau, die in Schöneiche zur Schule ging und von 2006 an im Tourismus- und Informationsbüro arbeitete. "Es ist einfach total spannend, das Haus wachsen zu sehen, das Konzept mit zu erarbeiten und dann zu helfen, es zu realisieren", schwärmt die Marketingfrau, der besonders gut gefällt, dass die Kultourkate mitten im Ort liegt und gut mit Bus und Straßenbahn zu erreichen ist.

Dass beim Neubau, anders als bisher beim benachbarten neuen Rathaus, nicht alles glatt lief, gerät über der Vorfreude auf die baldige Eröffnung ein wenig in den Hintergrund. Es gab eine ganze Reihe von Pannen, wie sie bei Neubauten zwar immer mal wieder vorkommen, die sich aber kein Bauherr wünscht. In die Keller drang Wasser ein, es gab Probleme mit einigen Handwerkerfirmen. Die Folge war, dass der ursprünglich geplante Einzugstermin von Mitte des vergangenen Jahres immer weiter verschoben werden musste. Doch nun kann bis zum 15. Februar eigentlich nichts mehr dazwischen kommen.

Gekostet hat das elegante Gebäude, das sich außen kühl und sachlich präsentiert und in der Form am Stil märkischer Landhäuser orientiert, rund 1,5 Millionen Euro. Doch nicht alles musste die Gemeinde selbst aufbringen: 663 000 Euro sind Fördermittel der Europäischen Union.

 

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/981030

Bettina Winkler 19.10.2011 07:20 Uhr, Red.

Grundstein für Kultourkate

Schöneiche (MOZ) Eine kupferfarbene Kartusche, gefüllt mit einer aktuellen MOZ, Ortsbroschüren, Veranstaltungskalender und Euromünzen, wurde am Dienstag in das Fundament der künftigen Kultourkate an der Dorfaue versenkt. Dafür mussten Bürgermeister Heinrich Jüttner, Bibliotheksleiterin Anja Bachhoffer,Bauunternehmer Lutz Lübchow sowie Christoph Schüler und Hans-Joachim Hamann von den beiden Architekturbüros über eine Leiter metertief ins Kellergeschoss steigen. „Vor 14 Tagen war hier nur die Fundamentplatte zu sehen. Jetzt stehen schon Wände und die Decke wird vorbereitet“, sagte Heinrich Jüttner in seiner kurzen Ansprache vor zahlreichen Schaulustigen. Obwohl der Baustart, wegen Schichtenwassers, um vier Wochen verschoben wurde, liegen die Arbeiten voll im Plan. Ende September 2012 soll Leben in das Gebäude einziehen. Bibliothek, Tourismusinformation und Archiv wird es beherbergen. Kosten: 1,5 Millionen, inklusive 650 000 Euro Fördermitteln.

  Grundstein gelegt: Anja Bachhoffer, Heinrich Jüttner, Lutz Lübchow, Christoph Schüler und Hans-Joachim Hamann (v.l.) © MOZ/Bettina Winkler

Die Kultourkate entsteht an der historischen Dorfaue. Im Keller finden das Archiv des Ortschronik-Beirates und das öffentliche Archiv Platz. „Eine Stelle für den Archivar ist bereits ausgeschrieben“, betonte Jüttner. Außerdem werden sich dort Sanitäranlagen sowie die Pumpe für die Erdwärmeheizung befinden. Ins Erdgeschoss zieht die Bibliothek, die derzeit noch in der Storchenschule untergebracht ist, ein. Auch der Tresen der Touristeninformation wird dort stehen. Die Jugend-und Kinderbibliothek wird im Obergeschoss ihr Domizil haben. Zudem erhält das Haus dort einen Veranstaltungsraum. „Ich hoffe alles geht zügig voran, ohne weitere Probleme“, so Jüttner. Vierzig Prozent der Baukosten seien für Keller, Rohbau und Dach vergeben. Die Ausschreibungen für den Innenausbau sollen demnächst erfolgen.

 

In: MOZ, 29. Juni 2011

Start für Millionen-Projekt

Schöneiche (moz) Mit einem symbolischen Spatenstich hat am Dienstag der Bau der Schöneicher Kultourkate begonnen. Bis August 2012 soll das Gebäude stehen. Bibliothek, Tourismusinformation und Archiv wird es beherbergen. Kosten: 1,4 Millionen Euro, inklusive 650 000 Euro Fördermitteln.

  Der erste Stich fürs neue Haus: Anja Bachhoffer und Heinrich Jüttner haben den symbolischen ersten Spatenstich für die Kultourkate aus dem harten Boden genommen. © MOZ

Die Erde ist hart und der glänzende Spaten braucht einige Tritte, bevor er darin verschwindet. Bürgermeister Heinrich Jüttner wertet es als gutes Zeichen. Der Boden ist trocken, das Schichtenwasser ist gesunken, das Warten hat sich gelohnt. Stand das Wasser im Januar noch 80 Zentimeter unter der Oberfläche, sind es nun 2,50 Meter. Das wird sich in den Kosten niederschlagen, denn der Bau reicht vier Meter tief in die Erde. Noch im März war von Mehrkosten von 60 000 Euro für die Wasserhaltung die Rede. Das werde erheblich weniger, so Jüttner.

Die Kultourkate entsteht an der historischen Dorfaue. 27 Meter lang, 10 Meter breit und 10 Meter hoch soll der Bau werden. Im Keller finden das Archiv des Ortschronik-Beirates und das öffentliche Archiv Platz. Außerdem werden sich dort Sanitäranlagen sowie die Pumpen für die Erdwärmeheizung befinden. Das Erdgeschoss nimmt die Bibliothek auf, die derzeit noch in der Storchenschule untergebracht ist. In seiner Mitte entsteht der Tresen für die Touristeninformation. Die Jugend- und Kinderbibliothek werden im Obergeschoss untergebracht sein. Zudem erhält das Haus dort einen Multifunktionsraum für Lesungen und andere Veranstaltungen.

Dass sich drei Geschosse im Innern der Kultourkate befinden, wird dem Haus von außen nicht anzusehen sein. Zur Straßenseite schließt sich über dem Erdgeschoss mit großen Fenstern gleich das Dach an. Über dem Erker im Eingangsbereich wird das Dach durch einen großen Giebel geteilt.

Rund 20 Architekturbüros hatten Entwürfe für die Kultourkate eingereicht. Den Zuschlag erhielt das Berliner Büro Reiner Becker Architekten. „Wir haben uns für eine sehr einfache Form entschieden“, sagt Architektin Claudia Wehber. Trotz des großen Daches seien die Räume lichtdurchflutet. Während zur Straße die historische Form gewahrt bleibt und die Fassade „ruhig ist“, wird das Dach zur Hofseite durch große Fenster aufgebrochen.

Wie das Haus einmal aussehen wird, lässt sich auf einer großen Schautafel vor dem Baugrundstück erahnen. Genau ein Jahr und 23 Tage steht sie nun schon dort, hat Bürgermeister Heinrich Jüttner nachgerechnet. Jetzt also der Baustart. Am Montag stellten die Arbeiter die Bauzäune auf. Heute reißen sie die Baumstümpfe aus der Erde und ab Freitag schaufeln Bagger die Baugrube aus. Rund 1,4 Millionen Euro kostet das Vorhaben. Die ersten Vergaben sind bereits erfolgt. Im August 2012 soll die Kultourkate fertig sein.

Zunächst hatte die Gemeinde lediglich geplant, eine neue Bibliothek zu bauen. Da es für eine solche keine Fördermittel gegeben hätte, wohl aber für ein Gebäude mit kultureller und touristischer Nutzung, wurde das Konzept im Herbst 2009 geändert. Das Rathaus, das direkt neben der Kultourkate geplant ist, muss aus Eigenmitteln gezahlt werden.

In: Märkischer Sonntag, 3. Juli 2011

Märkischer Sonntag, 03/07/2011

MANJA WILDE 27.07.2011 20:30 UHR - AKTUALISIERT 28.07.2011 07:41 UHR
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Leseratten holen viel Futter

Schöneiche/Erkner (moz) Rund 17 000 Bücher, CDs und Videos stehen in der Schöneicher Bibliothek, 14 000 sind es in Erkner. In den Ferien sind Hörbücher für lange Autofahrten gefragt. Ansonsten verlangen viele Leser nach Thrillern. Jugendliche lassen sich von Vampir- und Fantasie-Geschichten in den Bann ziehen.

600 Seiten an einem Tag – für Julia Scheithauer kein Problem. Wenn die Zwölfjährige ein Buch so richtig fesselnd findet, ist sie „ultraschnell durch“. Als nächstes will sie „House of Night“ lesen, eine Vampirgeschichte. Darum ist sie in dieser Woche in die Schöneicher Gemeindebibliothek in der Storchenschule gekommen.

Für den gesamten Buch-, Video- und CD-Bestand wurden im Jahr 2002 zwei Klassenräume zur Bibliothek umfunktioniert. Es sollte nur eine Interimslösung sein, um Mietkosten zu sparen. Aber nun bleibt die Bücherei so lange dort, bis die neue KultOurKate fertig ist. „Gewöhnt habe ich mich nie daran“, sagt Bibliothekarin Anja Bachhoffer. Zwar sei man dicht an Lehrern und Schülern, aber für ältere Leser sei der Standort alles andere als optimal. Vier schwere Türen sind zu passieren und außerdem geht es in der Schulzeit oft laut zu.

Auch jetzt in den Ferien hat Anja Bachhoffer gut zu tun. „Leseratten brauchen viel Stoff“, weiß die 35-Jährige. Leichte Strandlektüre, Thriller, Krimis und Hörbücher gibt sie besonders häufig aus. „Insbesondere Familien greifen gern auf Hörbücher zurück, um lange Autofahrten zu verkürzen.“ Davon wurden auch sehr viele angeschafft. 10 000 Euro stehen der Schöneicher Bibliothek jährlich für Neuanschaffungen zur Verfügung. Gerade wurde z.B. die Wissens-Reihe „Was ist Was“ gekauft.

Bei den Erwachsenen ist Thilo Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“ der Renner. Bei Jugendlichen „House of Night“ von P.C.Cast und bei Kindern sind Isabel Abedis Lola-Bücher stark gefragt. Insgesamt wurden im Jahr 2010 in Schöneiche rund 42 300 Entleihungen registriert. Rund 17 000 Medien gehören zum Bestand der Bibliothek.

Die Stadtbibliothek Erkner hält mit 14 000 Medien etwas weniger Auswahl bereit. Dennoch registrierten die Mitarbeiter dort im Jahr 2010 sogar 124 000 Entleihungen, sagt Bibliothekarin Ines Fraundorf. Rund 24 500 Menschen besuchten die Bibliothek – nicht jeder lieh was aus. „Manch einer möchte nur ins Internet oder hier lesen“, weiß Ines Fraundorf. Oder an einer der Veranstaltungen teilnehmen.

Erst gestern fanden sich 22 Hortkinder ein, um Geschichten mit Doreen Schades ABC-Hund zu lesen. Dabei lag der Mischlingshund im Raum und durfte gestreichelt werden. „Das soll Lese-Hemmungen abbauen, damit sich die Kinder auch trauen, laut vorzulesen“, sagt Ines Fraundorf. Überhaupt wird in Erkner gerade die Kinder- und Jugendbibliothek ausgebaut. Auch dort greifen die jungen Leute gern zu Vampir- und Fantasie-Geschichten. Obwohl viele Bücher angeschafft wurden, „sind die Regale immer halb leer“, weiß die Bibliothekarin.

Auch Julia Scheithauer muss sich noch gedulden, bevor sie „House of Night“ verschlingen darf. Der Wälzer ist vergriffen. Vorbestellen könnte sie dieses und alle anderen Bücher künftig auch übers Internet. Die Schöneicher Gemeindebibliothek verfügt seit Neuestem über eine eigene Seite.